Tipps für den Immobilienverkauf als Erbe

Grundsätzlich ergibt sich die Erbfolge durch Testament oder Gesetz:

 

Fall 1: Hat der pflegebedürftige oder verstorbene Eigentümer zu Lebzeiten ein Testament gemacht, so ergibt sich die Erbfolge daraus. Wenn es sich in ihrem Besitz befindet, sind Sie nach § 2259 BGB verpflichtet, dieses an das Amtsgericht/ Nachlassgericht abzuliefern, damit es eröffnet werden kann. Befindet sich das Testament in amtlicher Verwahrung, so wird es aufgrund der Sterbefallanzeige beim Orts- bzw. Amtsgericht ebenfalls eröffnet und die Erbfolge festgelegt. Dann steht einem Immobilienverkauf durch Sie als Erbe nichts im Wege.

 

Fall 2: Sofern kein Testment vorliegt, muss mittels Sterbefallanzeige beim Ortsgericht, Standesamt, der Sterbefall angezeigt werden. Hier greift die Erbfolge aus Gesetz und es müssen durch einen Notar beim Nachlassgericht Erbscheine beantragt werden. Das kann je nach Gericht ca. 3-5 Monate Bearbeitungszeit in Anspruch nehmen, was die Abwicklung des Kaufvertrages erheblich verzögert.

 

In diesem Fall kann der Kaufvertrag protokolliert werden, der Käufer wird aber mittels Auflassungsvormerkung erst im Grundbuch eingetragen, wenn die Erbfolge nachgewiesen ist, d.h. die Erbscheine vorliegen.

 

Wenn Sie pflegebedürftige Angehörige, Eltern haben und absehbar ist, dass deren Immobilie nach Todesfall verkauft werden soll, so ist es zur Umgehung des langwierigen Prozedere hinsichtlich der Erbscheinbeantragung ratsam, noch zu Lebzeiten ein Testament anzufertigen.

 

Gerne gibt ihnen unser Kooperationspartner Notariat Döll & Kollegen, Darmstadt bzw. ihr Notar vor Ort dazu rechtliche Auskünfte. Den Kontakt stellen wir sehr gerne für Sie her.

 

Wir haben in diesem Bereich 20 Jahre Erfahrung und wickeln gerne im Rahmen des  Sorglospaketes für Sie den gesamten Verkauf und die Koordination mit dem Notariat ab. Sie haben somit Zeit, sich in der schweren Abschiedzeit um ihre Angehörigen zu kümmern.